Sibylle Lewitscharoff   Roma termini - Montgomery endet in Rom

25. April 2003  Freitag  20:00 Uhr

(Lesung, Literatur)
Literarisches Zentrum, Göttingen

»Warum einem Verrückten die Welt gefällt, wie sie ist und manchmal nicht.« Und weil Sibylle Lewitscharoff mit Pong nicht nur die Welt eines Wahnsinnigen zeichnet, sie nicht nur eine ganze Bibliothek des Wahnsinns zu Hause hat, sondern auch noch »wie wahnsinnig« schreibt, wurde ihr 1998 der Ingeborg-Bachmann-Preis zugesprochen. Von der Welt des Wahns reiste sie dann mit dem Höflichen Harald weiter in die Welt »jenseits der Großen Gardine«. In die Welt der Fantasie, des Nonsens. Mit Montgomery aber setzt sie auf. Auf den Boden des Soseins. Lewitscharoff streift durch die letzten Tage des Regisseurs Montgomery Cassini-Stahl. Durch dessen schwäbische Vergangenheit, als man ihn noch liebevoll »Blechle« nannte. Durch Rom. Von Montgomery, einem Menschen, an dem schon das Geräusch, das den Weg seiner Krawatte durch ihre Schlaufe begleitet, ein Wohlklang ist, wird zu hören sein. Das Gespräch führt Sigrid Löffler, die Begründerin und Chefredakteurin von Literaturen.