Joachim Sartorius und Volker Sielaff   Postkarte für Nofretete

18. November 2003  Dienstag  20:00 Uhr

(Lesung, Literatur)
Literarisches Zentrum, Göttingen


Foto Volker Sielaff

Nichts vereint sie. Nicht der Jahrgang, sie sind eine Generation auseinander. Nicht die Herkunft, der eine ist vom Geburtsort Tunis über New York, Istanbul, Nicosia und München schließlich in Berlin angekommen und dort Leiter der Berliner Festspiele, nachdem er lange Jahre Generalsekretär des Goethe-Instituts war. Der andere ist ein Kind der DDR. Sartorius dichtet aus der Erfahrung in der »Orient-Sektion« und im Wissen der »griechischen Abteilung«. Sielaff schreibt Gedichte wie wir es gerne beherrschen würden: melancholisch präzise, hemmungslos intim und kein Stück privat. Ich habe die Nacht ist der fünfte Gedichtband von Sartorius. Sielaffs Band Postkarte für Nofretete ist das vielleicht überfälligste Lyrik-Debüt seit Jahren.

Sie haben nichts gemein. Und doch gibt es Nähen und Parallelen aus Gegensätzen, die im Gespräch mit dem Publizisten Michael Braun (Heidelberg) aufleuchten.