Christoph Biermann und Andreas Höll   das Spiel lesen

28. Mai 2004  Freitag  20:00 Uhr

(Lesung, Literatur)
Literarisches Zentrum, Göttingen


Foto Moderator Jörg Schieke

Zwei Wochen vor Anpfiff der Fußball-EM kommt es darauf an, wie das Runde (die Schrift) ins Eckige (das leere Blatt) gelangt. Glanzparaden des Stils wie etwa in Marcel Reifs Autobiografie Aus spitzem Winkel, für die Reif sich die Edelfeder des SZ-Sportfeuilletons, Christoph Biermann, zum Co-Autor erkoren hat. Biermann hat davor u.a. die Rasenklassiker Wenn du am Spieltag beerdigt wirst, kann ich leider nicht kommen und Der Ball ist rund, damit das Spiel die Richtung ändern kann verfasst. Mit Meine Tage als Spitzenreiter liegen nun seine schönsten Glossen und taz-Kolumnen der letzten Jahre gebunden vor. - Die folgende Begegnung wird gepfiffen von dem Lyriker und Journalisten Jörg Schieke (Leipzig), der Biermann mit dem Kulturredakteur Andreas Höll ins Gespräch bringt. Höll hat zahlreiche Beiträge zum Thema Kultur und Fußball u.a. in Die Zeit hervorgebracht. Mit Halbzeiten für die Ewigkeit hat er jüngst eine vergnügliche Phänomenologie und Kulturgeschichte des Fußballs eingeworfen. Anhand obskurer Bild- und Tonbeispiele geht es also auch um das Gesangsschaffen der Nationalelf und ihr allmähliches Verstummen sowie um die Genese des Torjubels.