In Sachen: Tempo

13. September 2004  Montag  20:00 Uhr

(Gespräch)
Literarisches Zentrum, Göttingen

Wer wird nicht unruhig beim Ansehen alter Filme! Aber wie wirken Dramaturgie, Schnitttechnik, Kamerabewegung, Tonebene heute zusammen, um ein bestimmtes Tempo zu erzeugen? Kann man Bewegungen im Tanz außerhalb der Zeit wahrnehmen? Wie wird Geschwindigkeit als Reizweiterleitung im Gehirn übertragen?

Gerald Hüther, Prof. für Neurobiologie an der Psychiatrischen Klinik der Universität, ist auf neue Erkenntnisse über die permanente Veränderbarkeit des Gehirns gestoßen. Tadashi Endos Butoh-Choreografien öffnen durch tranceartige Absorption einen Raum, der so beruhigend wie irritierend sein kann. Und Helmut Korte, Leiter des Zentrums für interdisziplinäre Medienwissenschaft, kennt sich mit Schuss und Gegenschuss, Blicklenkung und Effektgeräusch genauestens aus. Moderiert wird das Gespräch in aller Ruhe von den beiden GT-Redakteuren Angela Brünjes und Peter Krüger-Lenz.