Donata Elschenbroich   Weltwissen der Siebenjährigen oder was Kinder wirklich brauchen

4. Mai 2006  Donnerstag  20:00 Uhr

(Gespräch)
Literarisches Zentrum, Göttingen

Donata Elschenbroich, Koriphäe der international vergleichenden  Kindheitsforschung, hat zu Beginn des 21. Jahrhunderts das “Weltwissen der Siebenjährigen” vorgestellt. In ihm artikuliert sich eine Wunschliste, ein offener Kanon kindlicher Bildungserlebnisse: auf einen Baum klettern, in einen Bach fallen, eine Flaschenpost schreiben, Gänsehaut kennen. Dinge, zu elementar, um wahrhaben zu wollen, dass sie nicht selbstverständlich sind. – Sie sind es nicht. Aber die Kinder, in denen bekanntlich “unsere Zukunft” liegt, brauchen sie: all diese Erfahrungen, aus denen innere Haltungen erwachsen. Wie aber etablieren sich die, ohne dass die Erziehenden nur noch mehr Druck ausüben? – Gerald Hüther (Göttingen) beschäftigt sich als Neurobiologe mit solchen und tiefer sitzenden Fragen. Im Gespräch mit Elschenbroich suchen die beiden nach Antworten auf die Frage, was Kinder wirklich stark macht. Zudem hat die Autorin jüngst mit “Weltwunder. Kinder als Naturforscher” ein Plädoyer für das Erleben unbefangener Naturforschung vorgelegt und Ausschnitte aus ihren Dokumentarfilmen im Gepäck.