Michael Kumpfmüller   www.netznotizen.de

27. September 2006  Mittwoch  20:00 Uhr

(Lesung, Literatur)
Literarisches Zentrum, Göttingen

„Hampels Fluchten“ oder „Durst“: hier die kindermordende Medea, dort der Taugenichts und Casanova – Michael Kumpfmüller ist der Schriftsteller, der zeitlose Topoi in den Erscheinungen der Gegenwart aufspürt, der sie in die Sprache unserer Zeit übersetzt. Das Typische beobachtet Kumpfmüller im Individuellen, an den Rändern der Gesellschaft entdeckt er das allen Gemeinsame. – Wie 2005 Thomas Meinecke richtet er, von den niedersächsischen Literaturbüros zum Netzautor berufen, seinen Blick auf Hannover, Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück, Lüneburg und Göttingen. Zwischen April und November besucht Kumpfmüller diese Orte und bezieht deren Tageszeitungen. Im September steht Göttingen im Zentrum. Online kommentiert Kumpfmüller das lokale und das globale Tagesgeschehen, stellt Verbindungen her zwischen dem Öffentlichen und dem Privaten, zwischen niedersächsischen Städten, seinem Wohnort Berlin und dem Rest der Welt. Und findet seinen ganz eigenen Ton zwischen spontanem Weblog und literarischem Tagebuch. – Moderation: Insa Wilke (Literaturwissenschaftlerin/ -kritikerin, Berlin)