Rahel Jaeggi und Dirk Knipphals   Krisengeschüttelt

8. Dezember 2014  Montag  20:00 Uhr

(Lesung, Literatur)
Literarisches Zentrum, Göttingen

»Ethische Enthaltsamkeit« nennt Rahel Jaeggi die herrschende Ansicht, jeder müsse nach seiner eigenen Fasson selig werden. Dabei sind unsere Beziehungs-, Arbeits- und Wohnmodelle natürlich immer, so die Philosophieprofessorin in Kritik von Lebensformen (Suhrkamp 2013), als soziale Praktiken zu verstehen, die stets andere mit betreffen. Angesichts dessen geraten viele unserer Lebensweisen massiv in die Krise. Was aber – darin sind sich Jaeggi und der taz-Feuilletonist Dirk Knipphals einig – gerade Voraussetzung ist für mögliche Veränderungen. Knipphals beschreibt in Die Kunst der Bruchlandung (Rowohlt 2014) Krisen – ob Trennungsdrama, allgemeine Sinnkrise oder Pensionierungsblues – als » zivilisatorische Errungenschaften « und erklärt, warum Lebenskrisen unverzichtbar sind. Das Gespräch moderiert Eva Weber-Guskar (Berlin).

 

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