Sven Meyer und Uwe Schütte   W.G. Sebald. Zwischen Kanon und Außenseitertum

14. Dezember 2015  Montag  20:00 Uhr

(Gespräch)
Literarisches Zentrum, Göttingen

Acht zahlende Gäste waren anwesend, so will es zumindest die Legende, als W.G. Sebald 2001 im Literarischen Zentrum aus Austerlitz las. Als er am 14. Dezember desselben Jahres bei einem Autounfall ums Leben kam, war der Autor gerade zu Weltruhm gelangt. Selten ist eine so rasch vollzogene Kanonisierung zu beobachten gewesen wie die Sebalds in den 2000ern. Aber zugleich galt der gebürtige Allgäuer und Literaturprofessor im englischen Norwich immer als Außenseiter des deutschen Literaturbetriebs.

An seinem Todestag laden wir zu einem Rundgang durch sein Werk ein, um dem insularen Phänomen Sebald auf die Spur zu kommen, geleitet von zwei Kennern: Uwe Schütte, Autor mehrere Bücher zu Sebald, hat seinerzeit bei ihm promoviert und Sven Meyer ist der Herausgeber zweier Bände – u. a. der Lyrik – aus dem Nachlass.