Emil Mangelsdorff und Fritz Rau   Big in Concerts

31. Oktober 2007  Mittwoch  20:00 Uhr

(Gespräch)
Literarisches Zentrum, Göttingen


Foto © Göttinger Tageblatt

Zwei Jazz-Veteranen berichten: von Jazz im Dritten Reich, von der Hitlerjugend und vom 1944 gegründeten Hot Club Frankfurt.
Im Dritten Reich hörte Emil Mangelsdorff verbotene Sender, seitdem ist er vom Jazz elektrifiziert. Weil er im Hot Club Frankfurt spielte, verhaftete ihn die Gestapo; später wurde er zu einem der wichtigsten Jazzmusiker der Nachkriegszeit.
Waren auf den großen Bühnen Jazz- und Poplegenden wie Miles Davis, die Rolling Stones oder The Doors zu sehen, so stand dahinter meist Fritz Rau, Gigantonom unter den Konzertveranstaltern, der »Buchhalter der Träume«.
Als Kind Mitglied in der HJ führt Rau seine Liebe zum Jazz auf den Niedergang des Dritten Reichs zurück – Entnazifizierung aus dem Radio. Während des Studiums gründete er den Heidelberger Club Cave 54, später brachte er Oscar Peterson, Ella Fitzgerald oder Duke Ellington nach Deutschland.
Auf die Zentrums-Bühne werden Jazz-Erinnerungen aus sechs Jahrzehnten gebracht, und Emil Mangelsdorff spielt Saxophon.

In Kooperation mit Jazzfestival Göttingen e.V. und Musa