Schreibband und Farbband
Mit dem Schreibband schreibt man. Mit dem Farbband tippt man.

2. November 2007  Freitag  20:00 Uhr

(Lesung, Literatur)
Literarisches Zentrum, Göttingen


Foto Jaklin

»Wenn ich mir AuE vorstelle, in Ausdruck und Erleben, ist es mir ein Bedürfnis, acht Märchen aus dem Stegreif zu deklarieren.«, assoziierte ein AuE-Kreativschulautor beim Tippen in seine heißgeliebte Schreibmaschine. Zum Repertoire gehören überraschende Gedichte und Geschichten. Sie handeln vom Hummelchen, das viel lieber ein Wesplein wär, oder dem Mann im Mond, der Menschen zur Arbeit bringt und sie dort wieder abholt. Dabei haben die absurd anmutenden sprachlichen Stereotypien oft einen geheimen Sinn. Irgendwie verstiegen, gespreizt, verschraubt, eng verknüpft mit einem Gefühl für die rhythmischen Werte der Sprache. Glaubt man dem Psychiater Leo Navratil, kann »alles mit allem verquickt werden«. Zu Gast sind Autoren und Autorinnen der Langzeitpsychiatrie. Alles darf sein, aber nichts muss sein. Still im Rampenschatten bleibt Jodie Fosters Synchronsprecherin Hansi Jochmann. Sie verleiht an diesem Abend, spontan und ohne Nachdruck, den Literaten ihre Stimme.