Keinsternhotel – Premiere

24. September 2010  Freitag  20:00 Uhr

(Schauspiel, Aufführung)
Am alten Flugplatz, Göttingen


Foto © Reimar de la Chevallerie

Nina de la Chevallerie, Regisseurin, und Luise Rist, Autorin und Dramaturgin, sind die Gründerinnen des boat people projekt. Unter diesem Label schreiben und inszenieren sie Theaterstücke. Wie bei LAMPEDUSA, das im Herbst letzten Jahres in einem Göttinger Linienbus realisiert wurde, stehen bei KEINSTERNHOTEL Flüchtlinge und Einwanderer aus Afrika auf der Bühne. Sie kommen aus dem Sudan, aus Äthiopien, Eritrea, aus Ghana und dem Kongo, sie bilden gemeinsam mit einer Schauspielerin, einem Bühnenbildner, einem Videofilmer, einem Musiker und dem Autoren/Regie-Team das Ensemble des boat people projekts.

KEINSTERNHOTEL, das neue Stück des Theaterproduktionsteams boat people projekt, erzählt von einer Reisenden, gespielt von der Schauspielerin Franziska Aeschlimann, die auf dem Gelände eines großen Flughafens einen Afrikaner namens Belay kennenlernt. Der sudanesische Flüchtling Jay Shaban spielt den Protagonisten Belay, der die Reisende in eine Welt führt, die jemand „Keinsternhotel“ nennt. Viele Menschen wohnen hier, nicht alle wollen ihren richtigen Namen nennen, nicht alle erzählen ihre wahre Geschichte.

Bruchstückhaft setzen sich Bilder zusammen, Verbindungen werden geschaffen und wieder zerstört, die Zeit vergeht, Belay sitzt in einer Art Niemandsland fest. Das Warten wird zur primären Lebenserfahrung im „Keinsternhotel“ Europa.

Die Lebenslust wartet nicht. Belay und seine Mitbewohner wollen etwas lernen, etwas werden, tanzen gehen, sich mit Mädchen treffen. Die eigene Biografie zurück lassen, Neues träumen, lebendig sein. Glücksmomente flackern auf, der Glaube an Gott kann auch in der Disko nützlich sein.

Termine:

Premiere am 24. September, 20 Uhr,

Weitere Aufführungen:

25./30. September und 3./7./8./9./21./22. Oktober, jeweils 20 Uhr