Annette Pehnt   Das Haus der Schildkröten
In der Reihe »Das Alter in der Literatur«

2. Dezember 2011  Freitag  20:00 Uhr

(Lesung, Literatur)
Literarisches Zentrum, Göttingen

Zu den beeindruckendsten Büchern der letzten Jahre, die vom Altern erzählen, gehört zweifelsohne Annette Pehnts Das Haus der Schildkröten (Piper 2006). Schauplatz ist das Altersheim »Haus Ulmen«, in dem Pehnt ihre Hauptfiguren aufeinandertreffen lässt: die seit ihrem Schlaganfall körperlich stark eingeschränkte Frau von Kanter und ihre überarbeitete Tochter Regina, den dementen emeritierten Professor Sander und seinen geschiedenen Sohn Ernst.

Mit bedingungsloser Empathie und einer Anmut, die sich nicht vor dem Abgründigen fürchtet, erzählt Pehnt von Trübsinn und Heiterkeit des Heimalltags. Und vom Zwiespalt derer, die ihre Eltern professioneller Pflege überlassen und zugleich versuchen, der eigenen Einsamkeit zu entkommen. Es moderiert der Literaturwissenschaftler Tilmann Köppe (Göttingen).

 

In Kooperation mit »in goettingen« und der Eva Meurer Stiftung