Helga Grebing   »Freiheit, die ich meinte«
GASTVERANSTALTUNG

24. Oktober 2012  Mittwoch  19:30 Uhr

(Präsentation)
Literarisches Zentrum, Göttingen


Foto © Moritz Reininghaus

In ihren »Erinnerungen an Berlin« (vbb 2012) blickt die Historikerin Helga Grebing mit sehr persönlichen Worten auf ihre Kindheit und Jugend in Berlin-Pankow und in der Nähe von Berlin zurück. Dabei spannt sie den Bogen von ihrem Geburtsjahr 1930 bis 1953, als sie nach Staatsexamen und Promotion Berlin verließ. Auch Ihre Stationen, zu denen für 17 Jahre die Universität Göttingen gehörte, behandelt sie. Ihrer eigenen Entwicklungsgeschichte stellt sie eine sozial-geschichtliche Schilderung der Herkunft ihrer thüringisch-westpreußischen Familie voran, deren Teile in den 1890er-Jahren in Berlin zusammentrafen.

Die Autorin schildert ihre doppelte Ablösung: einmal, als BDM-Führerin, vom Nationalsozialismus in den Jahren 1945/46 und seit 1947, als Absolventin der Arbeiter- und Bauernfakultät der Berliner Humboldt-Universität, vom SED-Kommunismus, bis sie im Januar 1948 in Berlin-Pankow in die SPD eintrat. Zuerst studierte sie an der Humboldt-Universität, dann ab 1949 an der Freien Universität. So entfaltet sich aus einer individuellen Biografie das Lebensbild einer ganzen Generation, die den Zweiten Weltkrieg als Kinder und Jugendliche erlebt und verarbeitet hat und schon kurz nach Kriegsende die politische Teilung der Welt in Berlin intensiv miterlebte.

im Gespräch mit dem Göttinger Autor und Verleger Klaus Wettig stellt Helga Grebing ihre Erinnerungen vor.