Ralf Bönt   »Krise der Männlichkeit«?

8. Oktober 2012  Montag  20:00 Uhr

(Lesung, Literatur)
Literarisches Zentrum, Göttingen

Niedrigere Lebenserwartung, höhere Selbstmordrate, kriminalisiert, kapitalisiert und diffamiert. Der unterdrückte Unterdrücker: der Mann. Ralf Bönt hat dem »entehrten Geschlecht« ein »notwendiges Manifest« (Pantheon Verlag 2011) gewidmet und stellt sich darin den diskriminierenden Männerbildern unserer Gesellschaft. »Selbstbewusst, pointiert und entwaffnend persönlich« (ZEIT) fordert er das Recht auf ein karrierefreies Leben, auf Krankheit und auf eine Sexualität fernab von Leistungsdruck und dem Vorwurf der Triebhaftigkeit.

Inwiefern sollten die feministischen Bewegungen ergänzt werden, um ein respektvolles und gleichberechtigtes Zusammenleben der Geschlechter zu ermöglichen? Über die Emanzipation des Mannes diskutiert Bönt mit dem Germanisten Gerhard Kaiser (Göttingen).