Im Jahr 2000 wurde das Literarische Zentrum Göttingen e.V. gegründet, um die beachtlichen literarischen Kräfte der Stadt zu bündeln und mit dem Zentrum eine Schnittstelle und einen Treffpunkt für Verlage, die Universität, Buchhandlungen und – vor allem – alle Literaturinteressierten zu schaffen. Das Zentrum will Literatur in ihren vielfältigen Erscheinungsformen vorstellen und zur Diskussion stellen. Das Zentrum vernetzt, kooperiert, schließt Lücken, öffnet Türen, baut Fenster und schafft Öffentlichkeit: für Literatur.

Von 2000 bis zum Frühjahr 2010 war Hauke Hückstädt Geschäfts- und Programmleiter des Literarischen Zentrums Göttingen und hat dem Zentrum in diesen Jahren zu seinem unverwechselbaren Profil verholfen. Seit Mai 2010 setzt Anja Johannsen diese Arbeit fort.
Hauke Hückstädt leitet seit Juli das Literaturhaus Frankfurt.

Kernarbeit des Literarischen Zentrums war und ist die Planung und Realisierung zweier Veranstaltungsprogramme für Erwachsene pro Jahr mit mittlerweile ca. 40 Veranstaltungen zur professionellen Vermittlung der zeitgenössischen deutschsprachigen, europäischen und internationalen Literatur auf hohem künstlerischem Niveau bei gleichermaßen hohem Unterhaltungswert. Das programmatische Profil des Literarischen Zentrums zeichnet sich aber auch dadurch aus, dass die Literatur immer wieder mit anderen, die Literatur mit bedingenden Künsten, den Medien und den Wissenschaften in ein gemeinsames kulturelles Gelände gestellt wird: ein »begehbares Feuilleton« will das Literarische Zentrum sein. Neben Autoren und Philologinnen sind deshalb häufig auch Filmemacherinnen, Musiker, Wissenschaftlerinnen technischer Fächer sowie Medienköpfe oder bildende Künstler zu Gast. 

Im Rahmen unseres umfassenden Bildungprogramms »Literatur macht Schule«, das ebenfalls mindestens 20 Veranstaltungen pro Halbjahr – öffentlich und schulintern – anbietet, bringen wir Schülerinnen und Schüler mit Kulturschaffenden in Kontakt.

Seit 2014 ist das Literarische Zentrum außerdem maßgeblich an der Programmplanung für den »Göttinger Literaturherbst« beteiligt.