Ravi Ahuja und Peter Birke   COVID-19 und die Krisen der Arbeitsmigration. Deutsche und indische Perspektiven
In der Reihe »Göttinger Krisengespräche«

AUSSCHLIEßLICH ALS PODCASTFOLGE HIER AB 11.11. VERFÜGBAR 5. November 2020  Donnerstag  20:00 Uhr

(Diskussionsveranstaltung)
ausschließlich digital


Foto Ravi Ahuja © Jonathan Michaeli / Peter Birke © Bianka Buchen

Während des Lockdowns im Frühjahr hatten wir begonnen, den Podcast »Göttinger Krisengespräche« zu produzieren: Gespräche, die von der These ausgehen, dass Krisen die fundamentalen  Realitäten einer Gesellschaft offenlegen. Eine der existenziellen gesellschaftlichen Fragen, die sich besonders aufdrängte, war die nach den Arbeitsverhältnissen, weltweit. 

Von »viehischen Verhältnissen« und einer »Mischung aus Ausbeutung, Brutalität und Diffamierung« spricht Eva von Redecker (s. Veranstaltung vom 3. Nov. nach ursprünglicher Planung) mit Bezug auf den sattsam bekannten Zusammenhang von Arbeitsverhältnissen und Corona-Ausbrüchen in deutschen Schlachtbetrieben. International beklagt, aber medial wenig verfolgt wurde die verzweifelte Lage der Wanderarbeiter in Indien: »The lockdown«, schrieb Arundhati Roy darüber, »worked like a chemical experiment that suddenly illuminated hidden things«.
Über Ausbeutung, Migration und gar nicht so verborgene Verhältnisse sprechen der Historiker Ravi Ahuja und der Arbeitssoziologe Peter Birke mit Moderatorin Karin Klenke. 

In Kooperation mit dem Centre for Modern Indian Studies der Universität Göttingen und dem Stadtradio Göttingen.